Ehrenbreitsteiner Notgeld

Notgeld

Notgeld ist ein aus einer Mangelsituation entstandener Geldersatz, der fehlende gesetzliche Zahlungsmittel ersetzt und von Staaten, Gemeinden oder privaten Unternehmen herausgegeben wird.

Funktion und Erscheinungsbild

Das Vertrauen in Notgeld ist in Kriegs- und Krisenzeiten oftmals größer als in offizielles Geld. Es wird in inländischer, ausländischer oder historischer Währung (Goldmark, US-Dollar) ausgegeben, aber auch als Anspruch auf Waren wie Getreide, Zucker oder Holz. Neben den üblichen Geldformen Münze (Notmünze) und Geldschein kamen und kommen auch verschiedene Ersatzmaterialien wie Porzellan, Pappe, Leder, Presskohle, Seide oder Leinen zum Einsatz. 1923 gaben beispielsweise die neu gegründeten Aluminiumwalzereien in Teningen und Singen Notscheine aus bedruckter Alufolie heraus. In Notgeld-Optik existierten auch Gutscheine, so z. B. bezüglich der schlesischen Lutherfestspiele in Breslau 1921.

Auch Briefmarken (etwa als Briefmarkenkapselgeld), Spielkarten, Schecks und ähnliche Vorlagen werden zu Notgeld umfunktioniert. Welchen Gegenständen dabei ein Wert als Notgeld zugesprochen wird, kann sehr vielfältig und gelegentlich auch regional sehr begrenzt sein. Notgeld wird nur als Zahlungsmittel gebraucht, nicht zu Kreditzwecken.

Manfred Diehl hat zum Ehrenbreitsteiner Notgeld im Jahre 2021 im  Jubiläumsheft der Dähler Narrenzunft Bornskrug einen Beitrag verfasst, den Sie auch als PDF-Datei herunterladen können.

Das Notgeld der Stadt Ehrenbreitstein von 1921

25 Pf vorne
25 Pf C. Brentano
25 Pf Dähler Born
25 Pf Bornskrug
50 Pf vorne
50 Pf Festung 1549
75 Pf vorne
75 Pf v. Orsbeck