Wo in meinen Augen die Beschilderung schlicht falsch ist

Ich wiederhole an dieser Stelle, wie ein verkehrsberuhigter Bereich auszuschildern ist und danach, wie er in Ehrenbreitstein tatsächlich ausgeschildert wird.

Der verkehrsberuhigte Bereich wird durch das Verkehrszeichen 325.1 angekündigt

und durch das Verkehrszeichen 325.2 aufgehoben.

Kapuzinerplatz

Hier scheint alles, wie es in der StVO vorgegeben ist. Die Schilder stehen beidseitig eines Einfahrbereiches. Aber ist damit auch klar, wie der Bereich anzusehen ist, der vor dem Kapuzinerhaus zum Kapuzinerplatz hin einfahrbar ist, und zwar, bevor man die beiden Schilder passiert hat?? (es gibt ja keine Strassen, sondern nur eine Sonderfläche. Gehört damit also der Kapuzinerplatz überhaupt zum verkehrsberuhigten Bereich?)

Einfahrt am Junkerhof

Hier ist wohl nichts zu kritteln, die Schilder entsprechen der StVO.

Einfahrt an der alten Sparkasse

Hier stimmt meiner Ansicht nach die Beschilderung nicht. Zwar ist durch die Zeichen 267 “Verbot der Einfahrt” der Verkehr in die Wambachstraße verboten, aber es ist nicht beschildert, daß hier ein verkehrsberuhigter Bereich beginnt. Und da Fahrrädern ausdrücklich die Einfahrt erlaubt ist, müssen sie sich nicht an die Schrittgeschwindigkeit halten.

Einfahrt am Bornskrug

Auch hier sind beide Schilder vorhanden.

Im Uhrzeigersinn weiter jetzt die Darstellung einer Unterbrechung. Diese findet vor der Kreuzkirche statt und beendet bzw. beginnt den verkehrsberuhigten Bereich für den privaten Platz der Pfarrgemeinde. Dieser ist jeweils mit den beiden vorgeschriebenen Schildern ausgestattet.

Einfahrt am Kolonnenweg

Auch hier stimmt meines Erachtens die Beschilderung nicht. Es ist wieder nicht das Verkehrszeichen 325.1 vorhanden, das den Beginn des verkehrsberuhigten Bereiches anzeigt, sondern nur das Schild “Einfahrt verboten”, allerdings für Fahrräder frei. Die haben sich also nicht an die Schrittgeschwindighkeit zu halten.

Was für mich garnicht geht, ist die Situation “Im Teichert”. Daß es sich zweifelsfrei um eine Straße handelt ist sicher unstrittig. Das ist auch der Grund, weshalb die Stadtverwaltung hier eine “Tempo 30-Zone” einrichten will. Was aber ist die tatsächliche Situation aufgrund fehlender Beschilderung? Eine bestehende Regelung endet erst am Schild 325.2 “Ende des verkehrsberuhigten Bereichs”. Folglich lese ich aus dem Text der Verordnung, daß hier eben nicht Ende ist, denn es sind keine Verkehrsschilder vorhanden (Bild 1 und 2). Daran ändert auch nichts die Tatsache, daß hier ein künstliches Hindernis aufgebaut ist, das zumindest mehrspurigen Fahrzeugen das Durchfahren unmöglich macht. Dies ist aber keinesfalls ein Verkehrszeichen.

Dagegen entspricht der Bereich vor der Grundschule den Anforderungen an einen verkehrsberuhigte Bereich, indem er ebenerdig und ohne Bordstein ist. (Bild 3).

Insofern betrachte ich dies als Nonsens:

“Die Stadt Koblenz schlägt in der öffentlichen Sitzung des Stadtrates am 27.9. vor, den gesamten Bereich „im Teichert“ vom Ortseingang bis zur Humboldtstraße mit einer Tempo 30 Zone auszustatten.”

Warum soll ein Bereich, der bereits als “Verkehrsberuhigter Bereich” definiert ist, nun in eine Tempo 30 Zone umgewandelt werden mit einer je nach Gerichtsauslegung  bis zur 3fach höheren Geschwindigkeit, und das vor der Grundschule? Ist das ein Schutz für unsere Schulkinder oder ist das vorsätzliche Gefährdung?

Un zu guter Letzt: es geht in diesem Falle um die wahrscheinlich regelmäßige Nutzung von 3 Garagen und 2 Stellplätzen – der Grundschule, denn sonst fährt hier niemand ein oder aus (Bild 4). Also warum ein solches Theater? Stattdessen sollte die Stadt pflichtgemäß das Schild 325.1 und das Schild 325.2 am Beginn des Bereiches Grundschule aufstellen.

Bild 1
Bild 2
Bild 3
Bild 4

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