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Herrmann-Wedell-Preis 2026

Für unser "Theater am Ehrenbreitstein"

Zum 21. Mal verleiht der Verein Freunde der Volkshochschule der Stadt Koblenz e. V. den Hermann-Wedell-Preis, benannt nach dem ersten Leiter der Volkshochschule Koblenz.

Mit dem Preis werden Personen oder Gruppen geehrt, die sich in besonderer Weise für die praktische Kulturarbeit bzw. die allgemeine Weiterbildung / Erwachsenenbildung eingesetzt haben. Nach einstimmigem Votum der Juri. geht der Preis 2026 an das Theater am Ehrenbreitstein.

Das kleine und feine Theater am Ehrenbreitstein, welches sich heute in Ehrenbreitstein in der Hofstraße 271 befindet, wurde von der Schauspielerin Annika Woyda und dem Regisseur Gabriel Diaz 2013 gegründet und wird bis heute von beiden mit großem Engagement, viel Leidenschaft und Ideenreichtum geleitet.

 

Mit Stücken wie "Sophie Scholl - Freiheit" "Der kleine Prinz", "Was euch bleibt?!", "Anne Frank! Ich habe sie geliebt]", "Das Mädchen mit der Bombe im Rucksack", "Mein Nachbar, der Flüchtling1', "Emmas Glück", "Krieg! Stell Dir vor, er wäre hier!", "Das Lächeln der Frauen", "Sie heilst Demokratie!!!", "Ziemlich beste Freunde", "Heimat", "Welche Droge passt zu mir", "Glück", "Wo ist mein Zuhause", "Der Schrei - Edvard Münch", "Herzsprung", "Die Puppe", "Der Kontrabaß", "Die 39 Stufen", "Gemeinsam ist Alzheimer schöner", "Kunst", "Vincent will Meer", "Der Gott des Gemetzels", "Fremdenzimmer", "Mein Blind Date mit dem Leben" oder "Der Tatortreiniger" greift das Theater immer wieder wichtige aktuelle und gesellschaftliche Fragestellungen auf.

 

Als Ort der Begegnung und Theater für alle trägt das Theater am Ehrenbreitstein zu intensivem und respektvollem Austausch bei, realisiert einen bildungspolitischen Anspruch und ist ein Ort, der die Menschen bewegen, zum Lachen und Weinen oder zum Nachdenken bringen soll.

Mit der mobilen Mikrowerkstatt leistet das Theater am Ehrenbreitstein zudem hervorragende theaterpädagogische Arbeit in enger Zusammenarbeit mit den Schulen in Koblenz und in der Region. Die mobilen Produktionen greifen soziale und politische Themen auf, die Missstände in der Gesellschaft zeigen oder einen kritischen Blick auf das aktuelle Weltgeschehen richten.

Annika Woyda und Gabriel Diaz haben es mit viel Engagement, Initiative, Ideenreichtum, Tatkraft und Beständigkeit geschafft, mit wenigen finanziellen Mitteln und auf kleinem Raum einen Theaterort zu schaffen, an dem fortwährend intelligent, tiefsinnig, heiter und unterhaltsam inszeniert und immer überzeugend, gefühlvoll und enthusiastisch gespielt wird.

Sie konnten zudem auch viele Menschen hinter den Kulissen und ehrenamtlich motivieren, die wichtige Theaterarbeit zu unterstützen, indem sie Kostüme nähen, waschen oder ändern, Bühnenbilder reparieren, die Buchhaltung erledigen oder Flyer und Werbung gestalten und produzieren.

Das Theater am Ehrenbreitstein ist auf der Bühne, hinter der Bühne und im Saal offen für all das, was eine Geschichte zu erzählen hat und berührt.

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Die 1990 gestiftete Auszeichnung für praktische Kulturarbeit bzw. für allgemeine Weiterbildung/ Erwachsenenbildung der Freunde der Volkshochschule der Stadt Koblenz e.V. besteht aus einem Wanderpreis und einer Geldprämie in Höhe von 1.500 €. Der nach dem ersten hauptamtlichen vhs-Direktor benannte Preis unterstützt die Bedeutung von Weiterbildung und der Volkshochschule Koblenz für das öffentliche Bildungswesen der Stadt. Mit der ersten Gründung der Volkshochschule im Jahr 1919 und seiner Neugründung im Jahr 1949 hat sich die Volkshochschule zu einer zertifizierten und leistungsfähigen Weiterbildungseinrichtung mit ca. 300 qualifizierten Lehrenden, 10.000 Belegungen und 30.000 Unterrichtseinheiten entwickelt.