Die Straßen von Ehrenbreitstein

Helfensteinstraße
Zur Zeit des Kurfürsten hieß die Helfensteinstraße noch „Clemensstraße“ nach dem Gerber Johann Clemens. Sie war früher die Hauptverbindung zwischen dem Ortseingang, der nach Montabaur und Limburg führenden Straße und dem Pfaffendorfer Tor und wurde deswegen auch „Frankfurter Chaussee“ genannt. Bei der Eingemeindung 1937 erhielt die Straße ihren heutigen Namen, weil es in der Koblenzer Innenstadt schon eine Clemensstraße gab.

An der verwinkelten Anordnung der Bauflucht-linie, besonders nach der Bergseite hin, erkennt man wohl noch ihren ursprüng-lichen mittelalterlichen Verlauf. In der Zeit zwischen dem Ende des 17. und Mitte des 18. Jahrhunderts entstanden hier, auf den Grundmauern von alten Häusern, neue schöne Barockhäuser, die zum größten Teil noch stehen. In der Helfensteinstraße befand sich auch im 15. Jahrhundert ein Augustinerinnenkloster.

Helfensteinstraße 74
Dieses Haus sticht hervor durch seinen Eingang mit klassizistischer Oberlichttür.

Helfensteinstrasse 76
Dieses Haus wurde Mitte des 18. Jahrhunderts errichtet. In der linken Haushälfte sind noch ältere Teile erhalten. Im vorigen Jahrhundert befand sich hier zeitweise eine Bäckerei, 1859 hieß der Bäcker Johann Kaufmann. Der alte Backofen ist noch im Erdgeschoss des Gebäudes erhalten. 1883 war der Eigentümer Johann Nepomuk Hölzer, 1886 folgte Karl Schmilz. 1890 kaufte der Schreinermeister Franz Josef Krupp das Haus, das bis 1980 im Familienbesitz blieb.

Dann erwarben es die Eheleute Wilhelm Hülfen. Was das Haus 76 besonders interessant macht, ist ein kleines kapellenartiges Zimmer mit Kreuzgratgewölbe im ersten Stock nach dem Berg zu. Es ist 3,30 Meter hoch, 3,90 Meter breit und vier Meter lang. Der kleine Raum befindet sich genau über dem Backofen im Parterre. Dieses kleine Gewölbe könnte noch ein Relikt des alten Klosters sein, das im 15. Jahrhundert hier stand, vielleicht ist es sogar der Rest des Chors der Klosterkapelle.

Helfensteinstrasse 79
Das Haus ist, nach den gekoppelten Fenster-einfassungen zu urteilen, Ende des 17. oder Anfang des 18. Jahrhunderts errichtet worden. Die Besitzer waren 1857 der Ökonom (Landwirt) Nikolaus Pfaffendorf, 1883 gehörte es dem Privatsekretär Heinrich Sonntag, ab 1886 seiner

Witwe, die es um 1913 an den Küfermeister Karl Metzinger verkaufte, der hier eine Weinhandlung betrieb. Das Gebäude hat noch seine originale Haustür und ein schönes, geschnitztes Treppen-geländer. Auch heute sind in dem Gebäude noch zahlreiche historische Details vorhanden wie zum Beispiel Stuckdecken.

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