Der Felsenstollen
Der Felsenstollen, eine Verbindung vom Dikasterialgebäude zum Schrägaufzug, ist seit Jahren geschlossen. Einstmals war die Begründung für das Schließen Vandalismus, heute ist die Begründung für die Nichtwiedereröffnung die Sicherheit. Die nachfolgenden Fotos wurden während offizieller Führungen aufgenommen, zeigen nur unvollkommen das, was während des letzten Krieges für Zehntausende von Koblenzern Schutz und Unterkunft war.
Der nachfolgende Text ist durch die Ortsringvereinigung verfasst worden.
Der Ehrenbreitsteiner Bunker (oder Felsenstollen)
Der Bunker in Ehrenbreitstein bezieht sich auf eine Bunker- und Stollenanlage im Fels unter bzw. im Umfeld der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz. Es ist kein einzelner isolierter Bunker wie bei vielen klassischen Luftschutzbauten, sondern Teil der unterirdischen Schutzräume, die während des Zweiten Weltkriegs genutzt wurden. Während der Luftangriffe auf Koblenz im Zweiten Weltkrieg wurden zwischen etwa 1941 und 1943 Stollen in den Felsen des Ehrenbreitsteins getrieben, damit die Bevölkerung Schutz vor den Bomben fand. Diese Anlage diente als Luftschutzraum und Schutz vor Bombardements. Laut historischen Berichten konnten in den nie vollständig ausgebauten Stollen mehr als 10.000 Menschen Zuflucht finden. Koblenz hatte mehrere Luftschutzbunker und Stollen, aber derjenige unter Ehrenbreitstein gehörte zu den größten im Stadtgebiet. Die Stollen sind in den Fels hineingetriebene Gänge, teils nur teilweise ausgemauert, mit natürlichem Fels als Wandfläche. Sie sind düster, feucht und kühl, wie Besucherberichte beschreiben. Die Räume wurden während Luftangriffen genutzt, wobei einfache Einrichtungen wie Eimer als Toiletten dienten und teilweise auch Vorrats- oder Behandlungsräume eingerichtet wurden. Der Ehrenbreitsteiner Bunker ist ein Zeitzeuge der Luftschutzmaßnahmen im Zweiten Weltkrieg und macht durch seine Stollen die Lebensbedingungen und Schutzsituationen der damaligen Zivilbevölkerung erlebbar – als Teil der Geschichte von Koblenz und der Festung Ehrenbreitstein.
Die folgenden Fotos stammen aus dem Jahr 2011, als der Stollen noch öffentlich zugänglich und gut beleuchtet war. Ab 2013 war er dann gesperrt und nur noch bei organisierten Führungen zu betreten.












