Zur Veröffentlichung des Ehrenbreitsteiner Notgeldes vom 3.8.1921 nach 100 Jahren im Jubiläumsheft der Narrenzunft.
Von Manfred Diehl.

Die Notgeld-Serie Ehrenbreitsteins wurde initiiert durch den Stadtrat von Ehrenbreitstein. Die materielle Not in Ehrenbreitstein der Jahre nach dem ersten Weltkrieg brachte es mit sich, dass die kleinen, geprägten Geldmünzen der deutschen Mark im Material wertvoller waren als der nominal geprägte Wert. So entschloss sich auch die selbständige Stadt Ehrenbreitstein zur Herausgabe von „Notgeld“ in Papierform.

Josef Rauland, aktiver Politiker in Ehrenbreitstein, bot sich an, eine Notgeldserie für die Stadt Ehrenbreitstein vorzulegen.

Rauland zeichnete die Notgeldserien von Ehrenbreitstein Bürgermeisterei 3.8.1921 verausgabt, Pfaffendorf Gemeindevorsteher 5.11.1921 und Neuendorf Denkmalausschuss 1.10.1921.

Die Ehrenbreitsteiner Motive für die einzelnen Wertstufen:

25 Pfennig

  • Kultur: Clemens Brentano in Ehrenbreitstein geborener Rheinromantiker und Literatur
  • Bornskrug mit “Dä Bornskroog giht von Schniß zo Schniß zoirscht dä Pitter on dann dat Liss!”
  • Bornskrug “Zu teuer ist jetzt Wein und Korn, wir trinken nur noch Dähler Born“

50 Pfennig

  • Baukultur: Wahrzeichen von Ehrenbreitstein die Festung in den verschiedenen Epochen – 1549 erste kurfürstlich Trierische Gesamtanlage
  • 1700 Hornwerk Orsbeck und weitere Gebäude, Gründung der Pfarrei „Festung Ehrenbreitstein“, Aufbewahrung Hl. Rock
  • 1921 preußische Festung

75 Pfennig

  • bedeutender historischer Landesherr, Kurfürst Hugo von Orsbeck:

Neffe vom Vorgänger Carl Caspar von der Leyen (Erbauer der heutigen Kirche am Kapuzinerplatz). Von Orsbeck ließ die erste Hl. Kreuz-.Kirche vom Baumeister Ravensteyn erbauen. Er verfügte die Gründung der neuen „Tal-Pfarrei Ehrenbreitstein“ 1711 mit dem Unterhaltungspatronat der Hl. Kreuz Kirche durch den kurfürstlichen Staat. Im Rückblick ist Kurfürst Orsbeck der Begründer des kurfürstlichen, barocken Ehrenbreitsteins. Er und sein Vorgänger bauten Ehrenbreitstein nach dem zerstörerischen dreißigjährigen Krieg wieder auf. Die Residenzstadt Ehrenbreitstein erlebte ihre erste Blüte.

Das Notgeld wurde nicht lange gebraucht, die Inflation nach dem ersten Weltkrieg brachte in kurzer Zeit eine Geldentwertung z.B. „Kassenschein der Stadt und des Landkreises Coblenz“ über 100. Millionen Mark am 1. 09.1923.

Beschrieben aus den vorliegenden Original Notgeldscheinen von Manfred Diehl, Ehrenbreitstein.

Mehr über Notgeld und Darstellungen des Notgeldes der Stadt Ehrenbreistein sehen Sie auf dieser Seite.

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