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- Die Kabinenseilbahn
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BUGA Kabinenbahn – eine Einrichtung auf Zeit
Koblenz verwandelt oder Koblenz verschandelt?
Die Bundesgartenschau soll 2011 über zweieinhalb Millionen Gäste nach Koblenz locken. Die hierfür erforderlichen und seit vielen Monaten laufenden Baumaßnahmen verwandeln Koblenz bereits heute.
Allerdings mischt sich einige Skepsis in die Vorfreude auf 2011. Der Blick auf die monströse Stahlkonstruktion der BUGA-Kabinenbahn, die sich vor das historisch so bedeutende Gebäude der Basilika St. Kastor und das Deutschordenshaus schiebt, lässt jedoch erschrecken. Die Sicht auf die Altstadt um das Deutsche Eck dürfte noch weiter beschränkt werden, wenn erst einmal die Seile gespannt sind und die vorgesehenen 18 Kabinen verkehren. Um so mehr kann man nun nachvollziehen, für wie wichtig und weitsichtig die Schutzauflagen der UNESCO für das „Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal“ anzuerkennen sind, um die Rheinromantik in unserer Stadt nicht auf Dauer zu zerstören.
Die Voraussagen für die immerhin bis 2013 zu duldende optische Beeinträchtigung können unterschiedlicher nicht sein. Während für die einen die Kabinenbahn bereits nach dem Ende der BUGA in Frage zu stellen sein wird, bietet für die anderen der Erhalt eben dieser Bahn eine Touristenattraktion, wie sie in Europa einmalig ist.
Skepsis herrscht allerdings von Ehrenbreitsteiner Seite bezüglich der touristischen Entwicklung von Ehrenbreitstein. Gelangt man doch bei einer Prüfung der voraussichtlichen Verkehrsströme zwischen Festung und Altstadt auch zu dem Ergebnis, daß der Verkehrsstrom vermehrt aus Ehrenbreitstein ferngehalten wird. Die Touristen aus dem Norden werden überwiegend von der A3 über die Abfahrt Montabaur anreisen und somit die Festung direkt anfahren. Für Busse bietet sich an, Fahrgäste an der Tal- oder Bergstation abzusetzen und sie dann entgegengesetzt wieder abzuholen.
Der Stadtteil Ehrenbreitstein wird durch die mit Hilfe der Kabinenbahn hergestellte unmittelbare Verbindung zwischen Altstadt und Festung allerdings weitgehend leer ausgehen. Ehrenbreitstein werden Touristen nur dann berühren, wenn sie mit der Fähre übersetzen und dies auch nur dann, wenn von Ehrenbreitstein aus eine Verbindung zur Festung besteht. Dies wäre nach Lage der Dinge nur noch über den Schrägaufzug am Ort der früheren Sesselbahn möglich.
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Die Talstation
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Die Bergstation
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- Die Technik der Seilbahn
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Die geplante Rheinseilbahn in Koblenz wird als Attraktion zur Bundesgartenschau 2011 gebaut. Die Luftseilbahn über den Rhein wird die Rheinanlagen in Höhe der Kastorkirche mit dem Plateau vor der Festung Ehrenbreitstein verbinden. Sie wird im Juni 2010 fertiggestellt sein und bis November 2013 betrieben werden.
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Im November 2008 fiel die Entscheidung, die größte Kabinenseilbahn Europas außerhalb der Alpen durch die österreichische Firma Doppelmayr bauen zu lassen. Der Konzessionsvertrag sieht vor, dass das Unternehmen die Seilbahn baut, betreibt und im November 2013 wieder zurückbaut. Der Abbau nach drei Jahren ist notwendig, um den Status des UNESCO-Welterbes „Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal“ nicht zu gefährden.
Umweltschützer kritisierten die notwendigen Baumfällungen in den Rheinanlagen von Koblenz. Diese werden jedoch im Verhältnis 1:3 wieder ersetzt. Baubeginn war am 15. April 2009 mit der Fällung erster Bäume. Die Fertigstellung der Seilbahn ist für den 21. Juni 2010 vorgesehen und bereits ab Juli 2010 wird der Regelbetrieb den Sommer über für etwa zehn Wochen aufgenommen.
Die Dreiseilumlaufbahn wird über ein 850 Meter frei über den Rhein gespanntes Seil 112 Höhenmeter zwischen den beiden Stationen überwinden. Sie soll mit 18 Kabinen für jeweils 35 Passagiere pro Stunde etwa 3.800 Menschen in jede Richtung befördern. Die großzügig verglasten Panoramakabinen werden dabei einen spektakulären Blick ins Mittelrheintal bieten und in vier Minuten zwischen den beiden Stationen pendeln. Eine Kabine wird sogar mit einem Glasboden ausgestattet sein. Angetrieben wird die Seilbahn von einem verbrauchsarmen Elektromotor.
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Die wichtigsten Technischen Daten
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Seilbahnsystem:
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3S- Dreiseilbahn: Verwendung von zwei Tragseilen pro Richtung und einem Zugseil
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Elektromotor
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1300 PS
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Gewicht pro Tragseil
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17 Tonnen
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Durchmesser eines Tragseiles
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54 mm
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Fahrzeuge / Kabinen
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18 Kabinen für je max. 35 Passagiere Kabine Nr. 17 mit Glasboden geeignet für Rollstühle, Kinderwagen und Fahrräder
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Gewicht einer Gondel
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3,5 Tonnen inkl. Laufwerk
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Seilbahnlänge
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890 m
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Höhenunterschied
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112 m
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Freies Spannfeld über dem Rhein
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850 m
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Rheinbreite an dieser Stelle
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287 m
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Fahrleistung
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7.600 Personen pro Stunde in beiden Richtungen
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Fahrgeschwindigkeit
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16 km/h (4,5 m/sec)
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Betieb der Seilbahn 2010 / 2012/2013
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4.7. - 3.10. / bis Herbst 2013 Fahrzeiten täglich 10 - 18 Uhr Fahrpreis Erwachsene 8,- Euro, Kinder bis 14 Jahre 4 Euro hin + ret
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Betrieb der Seilbahn 2011
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15.4. - 16.10. zur Bundesgartenschau Fahrpreis (1 x tgl. hin + ret) im Eintritt für BUGA enthalten
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- Spektakulärer Seilzug
Pressemitteilung 21. Januar 2010 der Bundesgartenschau Koblenz 2011 GmbH
Beginn des Seilzug für BUGA-Seilbahn für 26. Januar geplant – Seilbahnbauer hoffen auf günstige Wetterverhältnisse
KOBLENZ (pm). Seit April 2009 laufen die Arbeiten zur Errichtung der spektakulären BUGA-Seilbahn über den Rhein hoch zur Festung Ehrenbreitstein auf Hochtouren. Es ist eine vor allem mitten in einem Stadtzentrum sehr ungewöhnliche Baumaßnahme. Als deren Höhepunkt steht nun der Seilzug an. Sollte das Wetter mitspielen, wird dieser am Dienstag, 26. Januar, mit einem Helikopterflug beginnen, für den die Bundesstraße B42 sowie der Leinpfad durch Ehrenbreitstein kurzzeitig nicht befahren werden können. Der Seilzug insgesamt dauert mehrere Wochen und erfordert mindestens einmal für wenige Stunden die Sperrung des Rheins. Interessierte, die einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu den Arbeiten einhalten, sind herzlich dazu eingeladen, sich das Spektakel anzusehen.
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Ob der Seilzug tatsächlich am Dienstag, dem 26. Januar, beginnen kann, entscheidet sich erst morgens gegen 8:00 Uhr, wenn weder Wind noch Nebel die Arbeiten erschweren. Im Idealfall wird der Montagehubschrauber gegen 9:00 Uhr die Stütze der Bergstation anfliegen, wo das zu transportierende Vorseil aus Nylon bereits darauf wartet, mit dem ca. 30 Meter langen, aus dem Hubschrauber hängenden Seil, der sogegannten Long-Line, verbunden zu werden. Das bereits über die Stütze geführte Nylonseil ist im Bereich der Bergstation auf einer Winde befestigt, die es ermöglicht, das Seil während des gesamten Flugvorgangs mit einer Grundspannung zu versehen. Das ist nötig, da das Seil den Boden nicht berühren darf.
Aus technischen Gründen wird das Seil jedoch nicht sofort über den Rhein an die Talstation der Seilbahn gebracht, sondern zunächst einmal am Ufer der rechten Rheinseite an einem Gerüst befestigt. Dieses mit einem Auffangnetz versehene Gerüst ist schon vor einigen Tagen über der Bahntrasse errichtet worden, um den Lichtraum über die Bahnstrecke und auch über der B42 freizuhalten und eine Berührung des Seils mit den Hochspannungsleitungen in diesem Bereich zu verhindern. Der Helikopter wird im Bereich des Gerüstes jedoch nicht landen, sondern dort warten bereits Monteure, die das Vorseil von der Long-Line abkoppeln.
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Der Hubschrauber wird noch ein zweites Mal fliegen, um ein weiteres Vorseil von der Bergstation der Seilbahn runter an das Gerüst zu bringen. Insgesamt werden die beiden Flüge des Hubschraubers etwa eine Stunde dauern. Die notwendige Sperrung der B42 wird jedoch auf etwa 15 Minuten beschränkt sein.
In den Tagen nach dem Helikopterflug wird das erste nach unten gebrachte Vorseil aus Nylon durch ein Stahlseil ersetzt, welches auf einer Winde befestigt wird. Diese Winde wird auf einen Ponton verladen, der am rechten Ufer bereits im Rhein schwimmt. Am 30. Januar wird der Rhein von 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr gesperrt, um den Ponton mit der Seilwinde per Schiff vom rechten zum linken Rheinufer zu ziehen. Auch hier befindet sich das Seil stets unter Vorspannung, damit es nicht mit dem Wasser in Berührung kommt. Auf der städtischen Seite angekommen wird das Seil mit jenem Seil verbunden, welches bereits von der Talstation über die Stütze am Ufer gezogen wurde. Ein spannender Moment ist es, wenn das Seil dann hoch in Luft gezogen wird und somit die Verbindung von Bergstation und Talstation zum ersten Mal hergestellt wird. Die Rheinquerung dauert etwa eine bis anderthalb Stunden. Sollte alles reibungslos verlaufen, wird die noch verbleibende Zeit der Rheinsperrung dazu genutzt, auch noch das zweite Vorseil auf die städtische Seite zu bringen.
Im Laufe des mehrwöchigen Seilzugs werden die anfänglich dünnen Vorseile nach und nach durch immer dickere Seile ersetzt bzw. mit diesen verbunden, um eine optimale Stabilität zu erreichen. Sind alle vier Tragseile in der beschriebenen Weise gezogen und gespannt worden, werden vom 20. bis 30. März Spezialwagen eingesetzt, die über die Tragseile gleiten, um auf ihnen die Seilreiter zu befestigen. Über diese Seilreiter wird dann das Zugseil gezogen, welches für die Bewegung der Gondel zuständig ist. Voraussichtlich vom 31. März bis 1. April 2010 erfolgt dann das Spleissen des Zugseils. Das heißt, dass die Enden des Zugseils miteinander verbunden werden, so dass ein endloses Seil entsteht, an dem die Gondeln befestigt und somit gezogen werden können.
„Um diese logistisch schwierigen Aktionen abzustimmen, befinden sich die Firma Doppelmayr und die Bundesgartenschau Koblenz 2011 GmbH in enger Abstimmung mit allen beteiligten Behörden wie zum Beispiel der Stadt Koblenz, der Feuerwehr, der Polizei, der Wasserschutzpolizei, dem Landesbetrieb Mobilität, ohne deren Unterstützung ein solches Vorhaben nicht umsetzbar gewesen wäre und denen wir dankbar sind“, betont Melanie Straubenmüller, Seilbahn-Projektleiterin der Bundesgartenschau Koblenz 2011 GmbH. BUGA-Geschäftsführer Hanspeter Faas ergänzt: „Es macht uns sehr stolz, mit dem Seilzug einen weiteren Meilenstein zum Bau dieser Seilbahn zu leisten, die als einer der Höhepunkte der Bundesgartenschau Koblenz 2011 spektakuläre Blicke in das Welterbe Oberes Mittelrheintal ermöglicht und sicher ein Anziehungspunkt für die Menschen von Nah und Fern sein wird.“
Aktuelle Informationen über die BUGA-Baustellen finden sich auf der Internet-Seite der Bundesgartenschau Koblenz 2011 GmbH unter www.buga2011.de sowie auf dem Baustellen-Portal der Koblenzer Stadtmarketing GmbH unter www.koblenz-baut.de.
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- 02. Juli 2010 Meine erste Fahrt
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Eine atemberaubende Fahrt über den Rhein - Spektakuläre BUGA-Seilbahn mit Ministerpräsident Kurt Beck eingeweiht
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KOBLENZ (pm). Es war ein Ereignis, auf das Koblenz seit 1951 gewartet hat – das Jahr, in dem es in Koblenz die ersten Ideen gab, eine Seilbahn vom Deutschen Eck über den Rhein hoch zur Festung Ehrenbreitstein zu bauen. Dieser Traum ist nun im Zuge der Vorbereitungen zur Bundesgartenschau Koblenz 2011 endlich wahr geworden: Die spektakuläre BUGA-Seilbahn ist heute im Beisein des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck und zahlreichen Ehrengästen eingeweiht worden. Sie zeigten sich bei ihrer ersten Gondelfahrt vom atemberaubenden Blick ins UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal mehr als fasziniert.
„Sie erleben mich begeistert – das muss man mitgemacht haben! Die atemberaubende Fahrt mit der neuen Seilbahn wird sicher einer der Höhepunkte während der Bundesgartenschau 2011 in Koblenz“, sagte der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck nach seiner ersten Fahrt mit der neuen BUGA-Seilbahn in Koblenz. Gemeinsam mit dem Koblenzer Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig, dem BUGA-Regierungsbeauftragten Roger Lewentz, dem BUGA-Geschäftsführer Hanspeter Faas, dem Vorstandsvorsitzenden der Koblenzer Sparkasse Manfred Graulich und Hanno Ulmer, Mitglied im Vorstand der Doppelmayr Holding, drückte er heute den Startknopf für die Jungfernfahrt der neuen Gondelbahn.
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Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig unterstrich die Bedeutung der Seilbahneröffnung: „Das ist ein besonderer Tag für Koblenz und die Region.“ Die erste Fahrt mit der Seilbahn habe ihm einen ganz neuen Blickwinkel auf die Stadt eröffnet. Der Vorab-Betrieb der Seilbahn in diesem Jahr werde sicher Appetit machen auf eine BUGA Koblenz 2011, die ihre Besucher mit vielen weiteren Highlights überraschen und begeistern wird.
„Ursprünglich war die Seilbahn für uns vor allem ein praktisches und komfortables Transportmittel, das die Besucher der Bundesgartenschau Koblenz 2011 von den innerstädtischen Ausstellungsbereichen zu dem BUGA-Areal auf dem Festungsplateau bringen soll“, berichtete BUGA-Geschäftsführer Hanspeter Faas, „inzwischen ist uns klar geworden, dass diese Seilbahn ein ganz besonderer Anziehungspunkt ist.“
Hanno Ulmer betonte die Bedeutung der Seilbahn als modernes innerstädtisches Verkehrsmittel. Auch der Ministerpräsident griff diesen Aspekt auf: „Andere Städte bauen U-Bahnen und graben in die Tiefe. Koblenz lässt seine Bürger und Gäste über den Rhein schweben.“ Die Seilbahn eröffne ganz neue Perspektiven und neue rheinübergreifende Verbindungen zwischen den Stadtteilen. „So bequem und einfach kamen die Koblenzer in ihrer gut 2000-jährigen Geschichte noch nie auf die Festung Ehrenbreitstein“, sagte Beck.
Die Seilbahn - eine „Dreiseilbahn“ - führt vom Deutschen Eck über den Rhein hoch zur Festung Ehrenbreitstein. Der Name „3S“ steht für drei Seile und leitet sich aus der Verwendung von zwei Tragseilen und einem Zugseil ab. Eine solche Dreiseilumlaufbahn ist so stabil, dass sie sogar bei Windgeschwindigkeiten bis zu 100 Stundenkilometer betrieben werden könnte. Die mit einem verbrauchsarmen Elektromotor mit Naturstrom betriebene Seilbahn ist in der Lage, pro Stunde pro Richtung bis zu 3.800 Menschen zu transportieren. Mit einer stündlichen Kapazität von insgesamt 7.600 Passagieren ist sie die Luftseilbahn mit der weltweit höchsten Förderkapazität pro Stunde. Während der etwa vier Minuten dauernden Fahrt gleiten die insgesamt 18 Kabinen an 870 Meter langen, freitragend über den Rhein gespannten Seilen entlang. Dabei sind die barrierefreien Gondeln auch mit Kinderwagen und Rollstühlen nutzbar. Um die spektakuläre Aussicht noch besser genießen zu können, sind die Sitzplätze zu den Fensterfronten hin angeordnet. Für das besondere Erlebnis ist eine der Seilbahnkabinen sogar mit einem Glasboden ausgestattet.
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