Um das Jahr 1000

wurde erstmals eine Burg auf dem Ehrenbreitstein erwähnt, die vom Jahr 1020 an dem Erzbistum Trier zugehörig war. Um 1160 ließ der Erzbischof Hillin diese Burg ausbauen, wobei der immer wieder um- und ausgebaute Kern der Anlage entstand. Südlich vorgelagert entstand die Burg Helfenstein, und hier wohnten vom 12. bis zum 16. Jahrhundert die Herren von Helfenstein.

1493-1495

 Gründung eines Augustinereremitenklosters in Ehrenbreitstein durch Johannes Jeuser aus Pfalzel, genannt Johannes Paltz, der   Theologieprofessor und Lehrer Luthers war. Es bestand bis 1573,   nachdem die Zahl der Patres bis auf zwei herabgesunken war. Luther soll hier auf seiner Reise nach Rom 1510 seinen alten Lehrer Paltz besucht haben.

Um 1600

Unter Richard von Greiffenklau (1511-1531) wurde die Anlage zur Festung ausgebaut. Um 1600 entstand unter Leitung der Festungsbauer Maximilian und Johann Pasqualini eine Bastion vor der Festung. Im Schutz dieser Festung erbauter der Erzbischof Philip Christoph von Sötern 1626-1629 das Residenzschloss Philippsburg.

1524

 Richard von Greiffenklau läßt die 200-Zentner-Kanone “Vogel Greif” gießen und auf dem Ehrenbreitstein aufstellen.

1627

 Ansiedlung der Kapuziner in Ehrenbreitstein auf persönlichen Wunsch des Trierer Kurfürsten Philipp Christoph von Sötern.

1625-1630

Erbauung der Philippsburg am Fuße des Ehrenbreitstein durch Kurfürst Philipp Christoph von Soetern.

1632 

Einnahme von Koblenz und Ehrenbreitstein durch Franzosen und Schweden.

1636 

Bombardierung von Koblenz durch kaiserliche Truppen unter Feldmarschall Graf von Goertz.

2. Jul 1636

Fast vollständige Zerstörung von Philippsthal oder auch Thal genannt   (Ehrenbreitstein) nach einem Ausfall der Franzosen aus der Festung. Der Ausdruck Dahl für Ehrenbreitstein geht also bis ins 17. Jh. zurück.

16. Jun 1637

Die vollständig ausgehungerte Festung ergab sich dem Reitergeneral  Jan von Werth, nachdem den Verteidigern freier Abzug gewährt worden war.

1637

Die Festung Ehrenbreitstein war einige Male hart umkämpft worden. So vertrieben 1637 die kaiserlichen Truppen die Franzosen, die 5 Jahre vorher hier eingezogen waren.

1657 

Wegen der Unsicherheit in Trier wurde der Heilige Rock auf den   Ehrenbreitstein gebracht, wo er ab 1666/67 im festen Gewölbe des Zeughauses über 130 Jahre verbleiben sollte.

1688

Ludwig XIV belagerte 1688 die Festung, konnte sie aber nicht einnehmen.

1795-1799

wurde die Besatzung durch französische Revolutionstruppen belagert und letztlich durch Aushungern zur Aufgabe gezwungen.

1801

wurde die Festung gesprengt und 1815 durch Beschluss des Wiener Kongresses mit dem Rheinland an das Königreich Preußen abgegeben.

1815 

Koblenz ist Hauptstadt der Rheinprovinz. Wiederaufbau der Festung Ehrenbreitstein; Aufwand 24 Millionen Mark

1817-1828

entstand an Stelle der alten die neue Festung Ehrenbreitstein als Teil der Gesamtfestung Koblenz und Ehrenbreitstein. Sie waren Teil des Festungswerkes, das das Rheinland gegen Frankreich sichern sollte. Es gehörten dazu noch das Fort Asterstein auf der rechten Rheinseite südlich von Ehrenbreitstein, linksrheinisch die Feste Franz, Fort Konstantin und der Neuendorfer Flesche in Lützel auf der linken Moselseite.

1918 

Besetzung der Festung Ehrenbreitstein durch die Amerikaner

1920 - 1927

Aufgrund des Bestimmungen des Versailler Vertrages wurden zwischen  1920 und 1927 viele Teile der Festung zerstört.

 

Die heutige Festung Ehrenbreitstein wurde erst wieder ab den 50er Jahre touritisch erschlossen.

1951

entstand eine Jugendherberge, die weltweit einen guten Ruf genießt.

später

Heute beherbergt die Festung neben der Jugendherberge das Landesmuseum, Restaurant und Café

Vielfältig wird heute Ehrenbreitstein genutzt. Nachdem 1994 ein Besucherdienst entstand, werden Führungen für jeden Geschmack angeboten. Und weil es für jeden interessant sein kann, auch etwas über die Geschichte der Festung zu erfahren, empfehlen wir eine Teilnahme nicht nur an den täglichen 45-minütigen Führungen, die im Stundentakt ablaufen, sondern auch an den Spezialführungen.

Informationen auch über Koblenz Touristik Tel. 0261-1291610, Fax 0261-1309211

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