Die Wandlung am Dähler Eck - eine (un)endliche Geschichte?

Wissen Sie noch, wie es einmal aussah? Weil die Geschichte des Dähler Ecks so sehr mit der Sanierung und dem Sanierungsende in Ehrenbreitstein zu tun hat, möchte ich das hier noch einmal in Bildern Revue passieren lassen.

Ein so schöner Anblick war es ja nicht. Aber es entstanden Pläne, dieses Eck mit einer Bebauung zu einem Schmuckstück am Eingang zu Koblenz zu machen.
2005 begann die Stadt Koblenz in vorauseilendem Gehorsam mit ersten Abbrucharbeiten in der Trottgasse. Pläne für eine Neubebauung des Dähler Ecks gab es damals schon, und man wollte wohl dem Investor den Weg ebnen.

Das große Abräumen begann dann im Jahr 2008, die ganze Ecke wurde leer geräumt, die Trottgasse hört endgültig auf zu existieren. Im September entstand die berühm-berüchtigte Exner-Fassade, die von einem enormen Stahlgerüst am Umfallen gehindert wurde.
Die bis dahin gesperrte Verbindung zwischen “Am Platz” und dem Rhein wurde 2010 wieder geöffnet, wenn auch nur durch einen schmalen unbefestigten Fußgängerweg, der bei Regen fast nicht begehbar war. Es wurden auch einige Kleinigkeiten besorgt und wieder einige Parkplätze eingerichtet.
Für die Bundesgartenschau 2011 sollte das Dähler Eck schön hergerichtet werden, aber für mehr als ein paar Fuhren Erde reichte es dann letztendlich doch nicht. So hatten die Besucher von Koblenz die Ansicht der Fassade, und das sollte dann auch einige Jahre so bleiben. Einzig die Wand des ehemaligen Gerichts war mit der Absichtserklärung eines Kinderwunschzentrums versehen. Obs eine Werbung für die BUGA-Besucher war?

2012 war dann auf dem großen leeren Platz ein Biotop entstanden, das mehrfach abgeholzt und gereinigt wurde und dann doch jedes Mal nachwuchs. Daran änderte sich auch 2013 wenig bis nichts, und die Gerüchteküche wurde mehrfach angeheizt durch angebliche Neuigkeiten über den Bau des Ärztezentrums Eine Visualisierung hatte ich schon Jahre früher erhalten, und man konnte sich zumindest langsam an das vermutet zukünftige Aussehen gewöhnen.

Im Dezember 2014 tat sich etwas. Für eine riesige Werbetafel wurde schon einmal vorsichtshalber der sogenannte Wendehammer komplett gesperrt, und alle bisherigen Parkplätze entfielen. Ob es auch mit weniger wuchtigem Werben getan wäre wird heftig diskutiert, denn die ohnehin angespannte Parksituation im Dahl wurde dadurch noch verschärft. Meiner Ansicht nach war damals die Vollsperrung des Wendehammers nicht notwendig.

Inzwischen (März 2016) kann man Baufortschritte sehen, und fast wie erwartet baut sich jetzt ein neues Hindernis auf: es wurden Funde gemacht. Zunächst sind es "nur" alte Gemäuer, aber die Archäologen graben fleissig und legen frei. Aber wir sind nun guter Hoffnung, daß bald (vielleicht irgendwann) der letzte Teil der Sanierung, die Fertigstellung der Hofstraße, endlich durchgeführt werden kann. Sagen wirs mit einem ungekrönten Kaiser: Schaun mer mal.

Trottgasse 2003
S-Trottgasse-PlanAB
Trans100
Trans100
Trottgasse 2014
Trottgasse 2012
Ausgrabungen