Koblenz verwandelt?

Ja, die Bundesgartenschau hat Koblenz verwandelt. Nicht nur äußerlich. Immer wieder wird betont, daß sich auch die Koblenzer verwandelt haben. Sie seien freundlicher geworden, vor allem gastfreundlicher. Ich werde nicht beurteilen wollen, ob es stimmt. Waren denn die Koblenzer vorher nicht freundlich?

Es gab viele Gegner der BUGA, ich gehörte zumindest nicht zu den euphorischen Befürwortern. Aber so wie ich haben viele Menschen ihre Meinung schnell geändert, aus Gegnern und Skeptikern sind Freunde der BUGA geworden, überzeugte Besucher und Anhänger.

Mir wird etwas fehlen. Gerne habe ich als Dauerkarteninhaber den Shuttle- Bus genutzt, gerne bin ich mit der Seilbahn über den Rhein hoch zur Festung gefahren, oft danach mit dem Schrägaufzug wieder zurück ins Dahl. Viele Fragen habe ich beantwortet, weil ich oft zu Fuß unterwegs gewesen bin, und viele Gespräche habe ich geführt, auch über den Stadtteil Ehrenbreitstein und sehr oft über die Häuserwand des ehemaligen Exner- Hauses mit ihrem Alleinstellungsmerkmal.

Mir werden die vielen Besuche fehlen, und, weil ich zum Geburtstag eine neue Kamera erhielt, auch die vielen Fotomotive auf der BUGA. Wie viele Millionen Fotos werden gemacht worden sein? Bei mir sind es “nur” 1989 geworden, und da ich mir einbilde, daß ein paar davon ganz hübsch geworden sind, habe ich eine Auswahl davon zu einem BUGA- Album verarbeitet, auch, damit ich darin in Erinnerung schwelgen kann. Ich habe nicht alle Veranstaltungen besuchen können, nicht jede Blume gesehen. Aber ich habe den Wechsel der Jahreszeiten miterlebt, ständig neue Ansichten auf die Blumenbeete gehabt, und ich habe mich immer wieder über die Sauberkeit gefreut. Und ich möchte als sicherlich einer der wenigen auch die Sauberkeit der Toilettenanlagen lobend erwähnen, wo ich nie etwas auszusetzen hatte. Ich danke denen, welche diese Sauberkeit geschaffen und erhalten haben.

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